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Castera heute

Nach dem Ausstieg von Dieter Tondera im Jahr 2010 übernahm, Thomas C. Press, der Sohn von Carl E. Press, die Leitung des Weinguts. Er verlieh ihm neue Dynamik, indem er den Schwerpunkt voll und ganz auf die Qualität der Weine (u. a. durch Parzellenauslese und ein rigoroses Aussortieren des Leseguts) sowie das Ansehen des Châteaus richtete.

Den Abschluss der Umbauarbeiten bildete der Turm, dessen Renovation 2011 vollendet wurde und in dem heute die privaten Archive des Châteaus ausgestellt sind.

Château Castera ist weltweit in mehr als zwanzig Ländern vertreten und gilt als einer der führenden „Crus Bourgeois“.

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Thomas C. Press
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1986 :
Der neue aufschwung von Castera

Nach der chaotischen Zeit des späten 19. Jahrhunderts, die hauptsächlich auf die Reblauskrise und die damit verbundenen Absatzschwierigkeiten zurückzuführen war, sahen sich die Verthamons gezwungen, Château Castera zu verkaufen.
Monsieur Destanque nutzte die Gelegenheit, kurbelte das Weingeschäft wieder an und veräußerte das Anwesen 1922 an Monsieur Degonde, dessen Familie daraufhin knapp 50 Jahre lang die Geschicke des Châteaus leitete.

In den frühen 1970er-Jahren übernahm das Handelsunternehmen Alexis Lichine das Gut und verlieh ihm auch internationales Ansehen.

1986 schlossen sich Carl E. Press (der Vater des aktuellen Eigentümers) und Dieter Tondera zusammen, um Lichine Château Castera abzukaufen, und unternahmen aufwändige Umbauarbeiten sowohl an den Gebäuden als auch in den Weinbergen, die keine Mauer und keine Weinrebe aussparten.

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Die Verthamon

Im 18. Jahrhundert erlebte das Médoc einen wahren Ansturm. Viele Bordelaiser Adlige und reiche Bürger kauften Weingüter und ließen Châteaus erbauen. Der Chronik gemäß erbte Marie-Anne de Verthamon Château Castera 1760 von ihrem verstorbenen Mann.
Ihr Neffe Martial Maurice de Verthamon legte den Grundstein für das heutige Weingut.

Die Reblauskrise und die damit einhergehende Verwüstung der Weinberge setzte der Dynastie der Verthamons, die dem Château zu Ansehen und zu einer Erwähnung in der 1850 erschienenen ersten Ausgabe des Bordeaux-Führers „Bordeaux et ses Vins“ von Charles Cocks verholfen hatte, jedoch ein Ende. Die folgenden Eigentümer erinnerten sich an sie als in das Anwesen verliebte Menschen, an Winzer, die voll und ganz dem Charme von Castera verfallen waren.
Bereits bei der ersten Klassifizierung im Jahre 1932 erlangte Château Castera den Status eines Cru Bourgeois.

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Eine geschichte voller berühmtheiten

Die Geschichte zeigt, dass Château Castera vom Mittelalter bis zur heutigen Zeit auf eine sehr bewegte Vergangenheit zurückblicken kann. Die Anfänge des Gutes gehen zurück auf die Zeit des Feudalismus.

Beim Anblick dieses majestätischen Gebäudes versteht man leicht, dass die Männer und Frauen, die hier gelebt haben, einen Teil ihrer Seele zurückgelassen haben.

Zu den illustren Eigentümern des Gutes zählen: Familie Arsac, wichtige Weinexporteure im 14. Jahrhundert, Étienne de La Boétie, der berühmte Humanist, Gerichtsrat am Parlament von Bordeaux und Freund des Philosophen Michel de Montaigne dessen Bruder Thomas de Montaigne sowie die Marquis de Verthamon.

Sie alle – ganz gleich, ob Handelsleute, Literaturliebhaber oder Weinkenner – haben zur Entwicklung von Château Castera beigetragen und dafür gesorgt, dass das Weingut den Lauf der Zeit schadlos überstanden hat.

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Vendanges 1923
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Étienne de la Boétie
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Château du Castera